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Alfred Herrhausen „WIR MÜSSEN DAS, WAS WIR DENKEN, AUCH SAGEN. WIR MÜSSEN DAS, WAS WIR SAGEN, AUCH TUN. UND WIR MÜSSEN DAS, WAS WIR TUN, DANN AUCH SEIN.“
#Denkraum

Denkraum

Demografie & Wandel

Der Denkraum Demografie & Wandel fand am 17. März 2016 ganztägig an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main statt und ermöglichte einen vertieften Dialog über aktuelle Fragen zu Demografie und Migration. Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft sowie Bürgerinnen und Bürger aus der Region tauschten Ideen aus und arbeiteten gemeinsam an Konzepten, die den neuen Anforderungen an die Soziale Marktwirtschaft gerecht werden können. Was müssen wir als Gesellschaft hinter uns lassen? Was müssen wir neu lernen? Das sind zentrale Fragen, die auch im Fokus der kommenden Denkräume stehen werden. Themenpate der Auftaktveranstaltung war die Deutsche Bank.

Mitdenken & Gestalten

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Denkraum Demografie & Wandel erlebten Diskussionen und Impulse über wirtschaftliche Dynamik, das Rentensystem und die Chance der Integration der vielen tausenden Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen.

Seine persönliche Geschichte erzählte beispielsweise der Flüchtlingsbetreuer und ehemalige Flüchtling Ruhin Ashuftah. „Die absolute Mehrheit der Flüchtlinge kommt hochmotiviert und mit guten Absichten nach Deutschland. Viele wollen sich als Deutsche fühlen.” Für ihn kann Deutschland ein Vorbild für ganz Europa sein, wenn es für Zuwanderer Chancengleichheit und einen Bildungszugang ermöglicht. Seine Geschichte und seinen Impuls sehen Sie hier.

Jahr für Jahr schrumpfe die deutsche Bevölkerung um 300.000 Personen, so der renommierte Sozialforscher Professor Dr. Meinhard Miegel in seinem Impulsreferat. „Wollten wir das durch Zuwanderung kompensieren, würden wir uns nicht über die Flüchtlingskrise unterhalten. Was wir in den vergangenen Monaten erlebt haben, wäre der Normalzustand“, betonte Miegel. Er formulierte drei Optionen, wie die deutsche Gesellschaft mit der Herausforderung einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung umgehen kann.

Über die Soziale Marktwirtschaft als Leitbild debattierten Karl von Rohr, Personalvorstand der Deutschen Bank, Roland Tichy, Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung und Nicola Beer, Generalsekretärin der FDP unter der Moderation von Holger Steltzner, Herausgeber der Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Vom vielzitierten „Wir schaffen das“ sollte es nun um die Frage des „Wie schaffen wir das?“ gehen, so das Credo der Aktuellen Stunde mit Thomas Jühe, Bürgermeister der Stadt Raunheim, Alexandra Frommer, HR-Expertin bei Siemens, Christof Ehrhart, Leiter des Zentralbereichs Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung der Deutsche Post DHL Group, Kristin Werner, im „normalen Leben“ Marketing-Managerin und ehrenamtlich tätig in der Initiative SpeakOut und Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani von der Fachhochschule Münster und Mitglied im Rat für Migration.

Während der Podiumsdiskussionen konnten sich die Teilnehmenden per Smartphone in die Diskussion einbringen. Durch das IFOK.ideactive Tool wurden aufkommende Fragen des Publikums an das Podium in Echtzeit zurückgespielt und von den Podiumsgästen kommentiert.

Nach der Diskussion im Plenum ging es weiter in die sogenannten Szenario-Denkräumen. In buntgemischten Kleingruppen aus Vertretern der Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wie auch Bürgerinnen und Bürgern wurde zu den Themen Wirtschaftssystem, Soziales und Gesellschaft, Bildung und Arbeit wie auch zu Wohlstand und gutes Leben diskutiert. Die erarbeiteten Ergebnisse und Lösungsansätze wurden danach von den Paten der Szenario-Denkräume im Plenum vorgestellt.

Einblicke

Corinna Klinger, eine Teilnehmerin am Denkraum Demografie & Wandel hatte in vielerlei Hinsicht Interesse am Thema: „Mich selbst betrifft es wegen meiner eigenen Altersvorsorge. Als Mutter bin ich daran interessiert, in welcher Welt meine Kinder aufwachsen und außerdem sind da noch meine Eltern, die vielleicht auch irgendwann einmal zu versorgen sind. Es ist spannend, wie vielseitig das Thema ist und wie kontrovers diskutiert wird.“

Der Teilnehmer Markus Meyer fasste seinen Eindruck des Denkraum Demografie & Wandel folgendermaßen zusammen: „Alleine für den Auftakt der Veranstaltung hat es sich gelohnt zu kommen: gute Teilnehmer, gute Diskussion“.

Zwischenfazit

In den im ersten Denkraum geführten Debatten wurde deutlich, dass gerade in Zeiten großer Herausforderungen und einer vorherrschenden Unsicherheit, alle Teile der Gesellschaft – ob alt oder jung, einheimisch oder ausländisch – motiviert werden sollten, gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Dem vielen Reden müssten endlich Taten folgen! Die anwesenden Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben für sich gefasste Vorsätze mit nach Hause genommen.

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Videos

Unsere Mitdenker

Benjamin Arens

Debattierclub Goethes Faust

Ruhin Ashuftah

Flüchtlingsbetreuer, ehemaliger Flüchtling

Nicola Beer

Generalsekretärin, Freie Demokratische Partei (FDP)

Dieter Bräuninger

Analyst, Deutsche Bank Research

Prof. Dr. Christof Ehrhart

Leiter des Zentralbereichs Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung, Deutsche Post DHL Group

Pascal Eller

Debattierclub Goethes Faust

Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani

Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Münster; Mitglied im Rat für Migration

Alexandra Frommer

HR-Expertin Learning & Education, Siemens

Heike Göbel

Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, F.A.Z.

Thomas Jühe

Bürgermeister der Stadt Raunheim

Michael Knoll

Leiter Büro Berlin, Gemeinnützige Hertie-Stiftung

apl. Prof. Dr. Bernhard Köppen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB)

Karsten Lamers

Geschäftsführer, Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main

Ute Latzel

Geschäftsführung und Leitung, Mehrgenerationenhaus, Bad Nauheim

Annika Lintz

Debattierclub Goethes Faust

Dr. Hans-Peter Meister

Gründer, IFOK, Mitglied des Gesellschafterausschusses

Prof. Dr. Meinhard Miegel

Vorsitzender des Vorstands, Denkwerk Zukunft - Stiftung kulturelle Erneuerung

Roland Mittmann

Stellvertretender Vorsitzender, Junge Union Deutschlands

Dr. Patrick Sachweh

Akademischer Rat, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt

Georgij Schmidt

Debattierclub Goethes Faust

Holger Steltzner

Herausgeber, F.A.Z.

Chris Tamdjidi

Geschäftsführer, Kalapa Leadership Academy

Dr. Michael Thöne

Geschäftsführer, Finanzwissenschaftliches Forschungsinstitut an der Universität zu Köln

Roland Tichy

Vorsitzender des Vorstands, Ludwig-Erhard-Stiftung

Christine von der Hardt

Senior Projekt Manager, Global HR Transmission, Siemens

Karl von Rohr

Mitglied des Vorstands, Deutsche Bank

Kristin Werner

Marketing Managerin, DekaBank; Mitgründerin der Initiative SpeakOut / Organisation Refugees Welcome – Frankfurt a.M.

Dirk Werner

Leiter des Kompetenzfeldes Berufliche Qualifizierung und Fachkräfte, Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Veranstaltung am 17. März 2016 in Frankfurt