Menü

Login

Login-Passwort zurücksetzen

Sie können jetzt Ihr Passwort zurücksetzen. Ihr neues Passwort wird an die angegebene E-Mailadresse gesendet.

Passwort wurde zurückgesetzt. Sie erhalten in Kürze eine E-Mail mit Ihrem neuen Passwort.

Richard von Weizsäcker „Soziale Marktwirtschaft vollzieht sich nicht in Gesetzbüchern, sondern im Denken und Handeln der Menschen.“
#Denkraum

Sicherheit durch Freiheit

Michael von Prollius, Gründer des Forum Freie Gesellschaft

Das Soziale an der Marktwirtschaft ist die Marktwirtschaft. Wer sich soziale Sicherheit wünscht, der sollte von Freiheit nicht schweigen. Freiheit ist eine alternativlose Voraussetzung für soziale Sicherheit. Freiheit und soziale Sicherheit müssen nicht erst in Einklang gebracht werden.

Was heute weithin als unverständlich und vor allem als inakzeptabel gilt, war den Gründervätern der Sozialen Marktwirtschaft noch bewusst. Ludwig Erhard hielt die Marktwirtschaft für per se sozial: „Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch.“ Außerdem urteilte der frühere Wirtschaftsminister und Bundeskanzler: „Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat“, weil dieser die Selbstverantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken lasse.

Der Sozialliberale unter den Gründervätern, Alexander Rüstow, u.a. Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft, kritisierte vor mehr als 50 Jahren die „Wehleidigkeit, mit der heute fast jeder Interessent erwartet, daß auf jedes Wehwehchen ... sofort von öffentlicher Hand ein möglichst großes Pflaster geklebt wird“. Staatliche Sozial- und Armenhilfe sollte niemals mehr als ein Netz für das Auffangen absoluter Not sein.

Heute ist der Staat längst zur großen Fiktion geworden, nach der jedermann glaubt auf Kosten der Steuergelder des Nachbarn leben zu können und über steigende Steuern klagt. „Alle Wohlfahrt durch den Staat“ lautet die verführerische Parole. Eine wahrhaft soziale Strategie sieht anders aus:

1. Die Lebenssituation und Wohlfahrt der Armen verbessern – durch größtmögliches Anheben des Wohlstandsniveaus.

2. Den Verteilungsspielraum aller maximieren – durch Entfesselung der produktiven Kräfte.

Das ist die Doppelstrategie der Verfechter einer per se sozialen Marktwirtschaft. Weltweit geht es den Menschen – und gerade den

Armen – nachweislich dort am Besten, wo die größte wirtschaftliche Freiheit herrscht. Der Economic Freedom of the World Index dokumentiert seit Jahrzehnten die dort herrschende höhere Lebenserwartung und bessere Bildung, höheren Einkommen und saubere Umwelt.

Freiheit und Selbstverantwortung gehen Hand in Hand. Mit Alexander Rüstow gilt: „Wenn Du Hilfe suchst, findest Du Sie am Ende Deines rechten Arms.“ Das schließt private Vorsorge und Versicherung ein, generationenübergreifend. Hinzu kommt freiwillige Solidarität. Beides erfordert (viel) mehr Netto und einen Minimalstaat, der nur noch bei wenigen sonstigen Notfällen einspringt. 

Die Marktwirtschaft sind wir Bürger. Wir können am besten mit unserem Geld umgehen. Wir kennen am besten unsere Bedürfnisse. Wir sind unseres Glückes Schmied, in guten und in schlechten Zeiten.

Teilen