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Richard von Weizsäcker „Soziale Marktwirtschaft vollzieht sich nicht in Gesetzbüchern, sondern im Denken und Handeln der Menschen.“
#Denkraum

"Die Welt rettet sich nicht von selbst"

Diskussion „Wie wir zusammenleben wollen“ im Denkraum Fazit

Die deutsche Parteilandschaft ist nicht nur bunt, sondern sie kann auch jung sein. Und mit Farbenfreude und jugendlichem Engagement fiebert das Podium „Wie wir zusammenleben wollen“ beim Denkraum Fazit dem Jahr 2030 entgegen. Die Sorgen und Hoffnungen der dort vertretenen Parteijugend drehten sich um das Thema Krise, die eine ganze Generation zu prägen scheint. Für die Vertreter und die Vertreterin von Jungen Liberalen, Jungen Sozialisten, der Jungen Linken, der Jungen Union sowie der Grünen Jugend hat die Krise viele Facetten. Unter denen sticht eine hervor: die Flüchtlingskrise mit allen dazugehörigen Implikationen.

Oft begegnen wir den Neuankömmlingen mit einer sogenannten Leitkultur. Die Junge Grüne Jamila Schäfer will den von der CDU oft verwendeten Begriff lieber durch universale Vernunftprinzipien ersetzt sehen. Nur so vermeide man nämlich ein Schubladendenken, das die unterschiedlichsten Kulturen homogenisiert und einem respektvollen Miteinander im Wege steht. Für den Jungen Linken Janis Walter steht bei der Integration im Vordergrund, dass die Geflüchteten nicht als Krise per se ins Land kommen. Sie fliehen vor Konfliktherden, Ausbeutungsverhältnissen und Perspektivlosigkeit, ehe sie an die Tür unserer Sozialen Marktwirtschaft klopfen. Nicolas Sölter von der Jungen Union hält dagegen: Unter einer weltoffenen Kultur dürfe nicht Beliebigkeit verstanden werden. Er fordert eine finanziell schlagkräftige Entwicklungshilfe und einen auf dem Grundgesetz fußenden Diskurs über die Fundamente und Werte unseres Zusammenlebens.

Die jungen Parteivertreter sind sich einig, dass die Integration eine Kernaufgabe der Sozialen Marktwirtschaft ist, an der diese mindestens bis 2030 wird arbeiten müssen. Doch was passiert auf dem Weg dorthin, welche Lasten werden junge Menschen tragen müssen? Wichtig für die Heranwachsenden sind die Herausforderungen des Arbeitsmarkts. Der Jungliberale Konstantin Kuhle will dabei nicht alles schwarzmalen. Auch wenn durch die Migration bereits jetzt mehr Menschen auf Lohn und Brot hoffen: Die Förderung des Bildungssystems erleichtert den Eingesessenen wie auch den zu Integrierenden das Zurechtfinden in der neuen Arbeitswelt. Und wen die Soziale Marktwirtschaft dabei nicht auffängt, dem hilft im Notfall das zivilgesellschaftliche Engagement. Ein komplettes Abwälzen von Integrationsproblemen auf die (junge) Zivilgesellschaft deutet der Jungsozialist Sven Liebert hingegen als Verlust politischer Steuerungsfähigkeit.

Auch wenn es eine lebhafte Diskussion gab, so waren sich die fünf jungen Vertreterinnen und Vertreter der Parteien in einem Punkt einig: Es kommt auf das Gemeinsame in unserem Handeln an. Die demokratischen Regeln im Wettbewerb um ein besseres 2030 müssen von Jung und Alt respektiert werden. Für eine nachhaltige Soziale Marktwirtschaft ist vor allem auch die Jugend bereit, Verantwortung zu übernehmen, denn: „Die Welt rettet sich nicht von selbst.“

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